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Die Beweggründe für die ERSTE Leistungsdiagnostik können sehr unterschiedlich sein und variieren stark nach den individuellen Bedürfnissen und vor allem Zielsetzungen.
So möchte der eine seine individuellen Trainingspulsbereiche ermittelt haben, da er sich auf ein bestimmtes Ereignis, wie z.B. den ersten Marathon gezielt vorbereiten möchte. Der andere hat das Gefühl, dass er in seiner Leistungsfähigkeit seit längerem stagniert und im Training „nicht mehr richtig voran kommt“. Einen Dritten plagt sein Übergewicht und er verliert, trotz regelmäßigen Ausdauertrainings, einfach nicht sichtbar sein „Fett“ (weil er sich evtl. in völlig falschen Pulsbereichen bewegt!). Aber auch Menschen, die nach langer Bewegungspause (aufgrund von Job, Krankheit, Familie o.ä.) einen gesundheitsorientierten Bewegungseinstieg planen, brauchen die Gewissheit, dass sie sich nicht schon zu Beginn überfordern.
Unabhängig von der Zielsetzung, eines haben alle oben genannten Beispiele gemeinsam: die ERSTE Leistungsdiagnostik bietet mit ihren Ergebnissen und Aussagen zunächst einen „Status Quo“, eine Standortbestimmung „wo stehe ich eigentlich momentan?“. Konkrete Trainingsempfehlungen und individuelle Hinwiese lassen das angestrebte Ziel dann näher rücken. Aber in diesem Prozess muss eine physiologische Gesetzmäßigkeit beachtet werden, die auf JEDEN zutrifft, egal wie alt, egal wie trainiert: werden dem Körper die richtigen Reize gegeben (und die zu bestimmen ist ja Ziel einer Leistungsdiagnostik), adaptiert er sich, was heissen soll: Herz, Kreislauf, Lunge, Stoffwechsel und arbeitende Muskulatur durchlaufen eine (positive) Anpassung. Durch diese Anpassung verändern sich selbstverständlich auch die individuellen Trainingspulsbereiche. Wenn also über einen längeren Zeitraum (z.B. über 1 Jahr) mit immer den gleichen Pulswerten trainiert wird, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass am Ende des Jahres mit den „falschen“, weil nicht aktuellen Werten trainiert wird. Logische Konsequenz aus den beschriebenen Zusammenhängen ist die regelmäßige Durchführung von sogenannten Re-Tests. Nur so kann letztendlich eine persönliche Leistungsentwicklung (egal, in welcher Richtung) über einen bestimmten Zeitabschnitt exakt erfasst und dokumentiert werden.
Aus sportwissenschaftlicher Sicht sollte eine Leistungsdiagnostik für die eingangs genannten Zielgruppen zweimal pro Jahr durchgeführt werden. Leistungs- und Hochleistungssportler durchlaufen solch eine Diagnostik 3-4mal pro Jahr. Im Rahmen einer sinnvollen Vorbereitung auf eine Saison sollte ein Test im November/Dezember absolviert werden (vor Beginn der Vorbereitungsperioden I und II) und ein weiterer am Ende des Frühjahrs im April/Mai folgen (bei Beginn der Wettkampfperiode).
Generell werden als Zeitpunkte für einen Re-Test empfohlen:
- unbedingt ca. 6 Monate nach der ersten Leistungsdiagnostik und danach in einem Abstand von jeweils 6 Monaten
- ca. 4-6 Wochen vor einem geplanten Wettkampf (z.B. Saisonhöhepunkt) um einerseits evtl. grobe Fehler aus dem zurückliegenden Training noch „glätten“ zu können aber auch andererseits den optimalen Wettkampfpuls zu bestimmen Anmerkung: ein Re-Test hat nur dann Aussagekraft, wenn in den letzten 4-6 Wochen vor dem Test kein längerer Ausfall durch Krankheit oder andere persönliche Gründe vorlag.
Für Rückfragen und weitere Informationen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung!
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