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Die Laktatdiagnostik, die sich seit Mitte der 70er-Jahre in Deutschland etabliert hat, wurde lange Zeit als "Goldstandard" in der Leistungsdiagnostik betrachtet. Heute weiß man, dass neben der Laktatmessung die Spirometrie (Atemgasanalyse), ursprünglich im klinischen Bereich eingesetzt, weitere wichtige Erkenntnisse über die Leistungsfähigkeit und den Energiestoffwechsel eines Menschen geben kann.
Laktat wird per Definition als "Salz der Milchsäure im Blut" bezeichnet und gilt als Stoffwechselzwischenprodukt des Kohlenhydratstoffwechsels. Da dieser immer "läuft", ist Laktat also auch in Ruhe messbar und sollte hier zwischen 0,5 - 2,0 mmol/l Blut liegen.
Während ansteigender Belastung kann das steigende Laktat zusehends nicht mehr eliminiert werden und bleibt in der arbeitenden Muskulatur „sitzen“. Der Moment, an dem dieser Vorgang im Körper als leistungslimitierend betrachtet wird, wird in der gängigen Literatur als Anaerobe Schwelle bezeichnet. Um diese mittels Software berechnen zu können, wird während ansteigender Belastung (in der Regel in einem Stufentest) regelmäßig eine kleine Blutprobe aus dem Ohrläppchen entnommen und auf ihren Laktatgehalt hin mit einem Messgerät analysiert.
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